Der Ortsverband der CDU Holdenstedt nimmt in diesem Jahr an dem Ideenwettbewerb der CDU Deutschland teil. Unser Beitrag befasst sich mit der Kontaktpflege zu unseren Mitgliedern, der Gewinnung von neuen Mitgliedern und wie wir untereinander einen kommunikativen Austausch pflegen.

Zuvor mussten wir uns die Frage beantworten:

Wie gelingt es einen Mehrwert für unsere Mitglieder durch deren Zugehörigkeit in der CDU im Ortsverband Holdenstedt zu generieren?

Diese Frage haben wir uns im Rahmen unserer Vorstandssitzung im November 2019 gestellt. Durch deren Beantwortung möchten wir unseren Mitgliedern ein noch attraktiveres Angebot unterbreiten und dazu beitragen, dass die Bindung zur CDU in Form einer Mitgliedschaft gestärkt wird oder gar neue Mitglieder den Weg zur CDU finden.

Zwei Fragen haben uns besonders beschäftigt:

  1. Warum bin ich eigentlich Mitglied in der CDU geworden?
  2. Was sind wohl die eigentlichen Beweggründe für die Mitgliedschaft unserer Mitglieder in der CDU?

Im Kern haben wir für uns herausgearbeitet – Der CDU sind wir beigetreten, weil wir uns mit den Inhalten und Werten, die von dieser Partei und deren Mandatsträgern vermittelt werden, im besonderen Maße identifizieren können. Es motiviert uns, mit Gleichgesinnten unseren Teil dazu beizutragen, um in unserem Sinne das gesellschaftliche Leben zu gestalten. Dafür sind wir bereit einen Teil unserer Freizeit zu investieren.

Unsere Debatte und Bewertung führte uns dahin, dass die Mitglieder in unserem Ortsverband (OV) sich in drei Gruppen unterteilen lassen:

  1. Die Gruppe von Mitgliedern, die die Werte und vermittelten Inhalte der CDU, auch aus ihrer Erziehung heraus, im besonderen Maße schätzen. Sie sind aber nicht bereit sich aktiv in die politische Arbeit einzubringen. Es ist ihnen eher unangenehm, politische Ämter, ein Mandat oder Aufgaben zu übernehmen. Sie möchten mit ihrer Mitgliedschaft vielmehr eine breite Basis Gleichgesinnter unterstützen. Auf ihre Weise bilden diese Mitglieder ein stabiles Fundament in unserem OV. Sie helfen dadurch den aktiven Mitgliedern und geben ihnen den erforderlichen Rückhalt für die politische Gremienarbeit.
  2. Jene Gruppe, die eine besondere Zuwendung erwartet. Sie möchte an politischen Willensprozessen beteiligt werden. Der inhaltliche Austausch mit den kommunalen Mandatsträgern und den überregionalen Vertretern auf Landes- oder Bundesebene hat für sie einen hohen Stellenwert. Sie möchten aus erster Hand politische Entscheidungen vermittelt bekommen. Außerdem ist es für diese Mitglieder wichtig, eigene Vorstellungen in eine lebhafte und themenbezogene Diskussion einzubringen. Dennoch möchte auch diese Gruppe nicht für eine längere Zeit oder vorübergehend eine aktive Aufgabe in der Partei ausfüllen oder für ein kommunales Mandat kandidieren.
  3. Von diesen Mitgliedern geht der aktive Impuls aus. Sie bringen sich in die Vorstandsarbeit ein, organisieren die politische Gremienarbeit und halten den OV auf Kurs. Aus ihren Reihen kommen die Mandatsträger, die Einfluss auf die gesellschaftlichen Entscheidungen im Ortsrat, Stadtrat oder gar im Kreistag nehmen. Sie sind das Aushängeschild der CDU und haben zudem die Aufgabe, unseren Mitgliedern die getroffenen Entscheidungen zu vermitteln. Gelingt eine solche Rückkopplung, entsteht ein „Mehr“ an Wissen und Verständnis für getroffene politische Entscheidungen. Den Mitgliedern wird dadurch ein Wissensvorsprung zuteil und sie profitieren mehr als Außenstehende.

Um einen inhaltlich offenen und dialogfreudigen Austausch zwischen dem politisch Aktiven und dem Wissbegierigen zu erhalten, haben wir in den letzten 10 Jahren unterschiedliche Veranstaltungsformate angeboten. So werden einmal jährlich die CDU-Mitglieder mit ihrem Partner zum Spargel- oder Grünkohlessen eingeladen, welches über einen finanziellen Obolus aus der Ortskasse subventioniert wird. Im Sommer bieten wir den sozialen und politischen Austausch im Rahmen eines Gartenfestes an, welches von Jahr zu Jahr bei einem jeweils wechselnden Mitglied stattfindet. Bei diesem Fest legen wir besonders viel Wert darauf, dass auch die Kinder der Mitglieder teilnehmen.

Neben solch eher familiären Veranstaltungen, laden wir ebenso zu themenbezogen Treffen ein. Zu diesen zählt der in unregelmäßigen Abständen stattfindende politische Spätschoppen. Zu Beginn der Veranstaltung hält ein Referent ein Impulsreferat. Danach bringen sich die Teilnehmer ein. Der Spätschoppen wird in der Regel auch für die Öffentlichkeit geöffnet und gern wird diese Veranstaltung auch mit der JU durchgeführt. Darüber hinaus organisieren wir Besuche bei Unternehmen in unserer Region. Im Rahmen einer Besichtigung lassen wir uns zunächst das Unternehmen und dessen Marktumfeld vorstellen. Wir hören nicht weg, wenn uns die Unternehmer ihre Sorgen oder Ideen zur Verbesserung des Standortes vortragen. Wir greifen deren Ideen auf, damit sich die Mitarbeiter und Familienmitglieder in unserer Gemeinde wohlfühlen können.

Auf dieser Grundlage wird den Mitgliedern eine Fülle weiterer Angebote unterbreitet. Dennoch haben wir uns gefragt: Wie kommt ein solches Angebot bei unseren Mitgliedern an oder haben diese eine ganz andere Vorstellung von dem, was eine Betreuung in einem OV ausmachen sollte?

Um diese Frage zu klären, hatten wir uns vom Vorstand vorgenommen, die Woche vor Ostern 2020 zu nutzen, um in Zweiergruppen die Mitglieder persönlich aufzusuchen und in einem Gespräch zuhause deren Wünsche zu hinterfragen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir diese Aktion leider nicht durchführen.

Auch angefeuert durch die plötzliche Situation haben wir uns kurzerhand entschlossen – wir gründen für die Mitglieder im OV der CDU Holdenstedt eine WhatsApp-Gruppe.

Dieser Gruppe sind mehr als 95% der Mitglieder beigetreten. Jedes Mitglied hat die Berechtigung einen Beitrag zur Diskussion einzustellen oder sich an einer laufenden Diskussion zu beteiligen. Auch werden die Pressemitteilungen der Stadtverwaltung auf diesem Kanal unmittelbar weitergeben. Der Informationsvorsprung für CDU-Mitglieder beträgt somit 1 bis 2 Tage, bevor die Mitteilung in der Allgemeinen Zeitung erscheint.

Die direkte elektronische Kommunikation wird außerdem dazu genutzt, Sitzungstermine bekannt zu geben, Entscheidungen der kommunalen Gremien mitzuteilen oder um allgemeine Kurzmitteilung den Mitgliedern zu übermitteln. Längere Beiträge werden in der WhatsApp-Gruppe angekündigt und dann über die herkömmliche Kommunikation per E-Mail zugesandt.

Soll ein Beitrag der breiten Öffentlichkeit bekannt werden, wird er auf unserer Homepage eingestellt. Parallel dazu erfolgt die Veröffentlichung mittels Link in unsere WhatsApp-Gruppe, auf Facebook sowie auf Twitter.

Bevor wir diesen Schritt gehen konnten, mussten wir unsern Internetauftritt grundlegend überarbeiten, zumal nach 10 Jahren er doch sehr altbacken wirkte. Mit der Unterstützung von Frau Dr. Wiebke Köpp, der Umstellung auf WordPress und der vorgegebenen Corporate-Identity-Linie der Landes-CDU in Niedersachsen, sehen wir diesen Umstieg als perfekt gelungen an. Doch schaut selbst und teilt uns mit, wie unser Internet-Auftritt bei euch ankommt.

Ortsverband der CDU-Holdenstedt

Darüber hinaus wollen wir mit den anderen OV im Stadtgebiet und der Stadtratsfraktion der CDU eine Facebookseite etablieren. Die Seite soll Themen zu anstehenden Entscheidungen aus der Ratsarbeit aufnehmen und die Menschen zu einem öffentlichen Diskurs einladen.

In Zeiten von Corona gilt es gerade die elektronischen Möglichkeiten für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. Vor diesem Hintergrund beteiligen wir uns gemeinsam mit der JU und der Stadtratsfraktion an der Kampagne

„750 Jahre Hansestadt Uelzen *** 75 Jahre CDU Deutschland“ – wünsch Dir was!

750 Jahre Hansestadt Uelzen *** wünsch Dir was!

Im Rahmen dieser Kampagne gratulieren wir der Hansestadt Uelzen zu dem besonderen Geburtstag und teilen der Öffentlichkeit indirekt mit, dass die CDU seit 75 Jahren maßgeblich das gesellschaftliche Leben in Deutschland gestaltet. Zugleich fordern wird die Menschen und Kinder in der Hansestadt auf, ihre Wünsche an die Stadt zu äußern, sie auf unserer Seite niederzuschreiben oder in Form von Bildern darzustellen. Begleiten wollen wir die Aktion mit einem CDU-Stand in der Kernstadt am 30. Oktober und 21. November 2020, sofern es vor dem Hintergrund der ansteigenden Corona-Fallzahlen vertretbar bleibt.

Fazit:

Über die zwischenmenschliche Beziehungsebene streben wir einen nachhaltigen Austausch zwischen unseren Mitgliedern an. Unser Ziel ist es die Atmosphäre einer geselligen Großfamilie zu schaffen. In dieser fühlt man sich wohl und verbreitet bzw. empfängt interessante Informationen. Diese können dann später im Freundeskreis der Mitglieder weitergegeben werden.

Darüber hinaus nutzen wir die modernen Medien, um unsere Mitglieder zu erreichen, der Öffentlichkeit unseren Standpunkt zu vermitteln oder auf Unzulänglichkeiten in unserer Gemeinde hinzuweisen. Über speziell geschaltete Kampagnen, wie die oben beschriebene, 750/75 Jahre, versuchen wir in der Bevölkerung eine besondere Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Mitte September 2020 wählten knapp 200 Delegierte auf dem Landesparteitag der JU in Hildesheim Hannes Schmidt in den Landesvorstand. Mit Hannes übernimmt ein junger engagierter Mann aus dem Ortsverband der CDU Holdenstedt eine wichtige Position in dem Gremium.

Wir gratulieren Hannes und wünschen ihm viel Erfolg bei der Durchsetzung seiner politischen Ziele. Gleichzeitig hoffen wir durch ihn im engen Austausch, die Sicht der jungen Generation, kennen und verstehen zu lernen. Auch möchten wir durch seine Mitwirkung, gerade der jungen Generation einen besonderen Anreiz bieten, sich in die politische und gesellschaftliche Gestaltung vor Ort mit einzubringen.

Hannes wurde vor 23 Jahren in Uelzen geboren und ist ein Holdenstedter Urgestein. Er hat in Holdenstedt die Grundschule besucht. Die Abenteuer der Kindheit hat er mit Freunden in den Wäldern und auf unseren attraktiven Spielplätzen erlebt. Während des Abiturs am Herzog-Ernst-Gymnasium wuchs sein Interesse an der Politik. Der Wunsch auch politisch zu handeln ließ ihn Mitglied in der JU und CDU werden. Über die Mitgliedschaft im JU-Vorstand des Kreises ist er heute stellvertretender Vorsitzender der JU Uelzen.

Das Physik-Studium an der Leibniz-Universität in Hannover ergänzte Hannes mit einem Blick über den Tellerrand. Das Master-Studium der angewandten Mathematik absolvierte er an der University of Cambridge in England. Der Aufenthalt im Ausland hat ihm gezeigt, welche großen Chancen sich gerade für junge Menschen in Europa ergeben. Diese Chancen noch deutlicher herauszustellen und Konzepte zu entwickeln sind eine Herzensangelegenheit unseres neuen Landesvorstandsmitgliedes.

Beruflich ist Hannes heute in Hamburg als Unternehmensberater bei einer internationalen Strategieberatung tätig. Politisch ist und will er auch weiterhin fest in Uelzen verwurzelt bleiben.

Antrag: Die CDU-Ortsratsmitglieder im Ortsrat Holdenstedt/Klein Süstedt haben am 20.09.2020 beim städtischen Bürgermeister Jürgen Markwardt und beim Ortsbürgermeister Erwin Reitenbach beantragt, dass der Ortsrat umgehend zum Sachstand der Sperrung der Bahnbrücke informiert wird. Die totale Sperrung der Brücke für den motorisierten Verkehr kommt sehr überraschend.

Bisher wurde die Information weitergegeben, dass die Bahnbrücke erhebliche Mängel aufweist, aber auch genügend Zeit für eine geordnete Entscheidungsfindung bleibt. Wir fragen uns, warum hat der Herr Ortsbürgermeister und auch die Verwaltung den Ortsrat und auch die Bürger nicht frühzeitig über einen möglichen Totalausfall informiert. Es ist wertvolle Zeit verstrichen, um sich mit den Folgen einer Brückensperrung und alternativen Anbindungen auseinandersetzen zu können.

Auch unter dem nun bestehenden Zeitdruck streben wir eine verantwortungsvolle Lösung an, damit eine von allen Nutzern akzeptierte Anbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt erhalten bleibt. Jedoch muss dies auch in einem finanziellen Rahmen für die Hansestadt zu stemmen sein. Daher erwarten wir von der Verwaltung, dass uns umgehend eine Berechnung vorgelegt wird, die die Kosten für den Abriss und ggf. eine Neuerrichtung der Brücke ausweist.

Alternativ ist aus unserer Sicht zu prüfen, was der Neubau einer reinen Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Bahnstrecke kosten würde. Ebenso denkbar wäre, auf einen Brückenneubau ganz zu verzichten und östlich, entlang der Bahnstrecke einen Fuß- und Radweg mit einem wassergebundenen Mineralgemisch auszubauen. Der Weg, vom alten Brückenbauwerkstandort kommend, wäre unmittelbar an die Bahnüberführung der Verbindungsstraße Klein Süstedt – Holdenstedt anzubinden.

Sicherheitsrelevant ist, dass die Erreichbarkeit des Gebietes zwischen Sportplatz und Viadukt durch die Feuerwehr Klein Süstedt gegeben sein muss. Wir haben daher angeregt, die Alte Celler Heerstraße von überhängendem Astwerk freizuschneiden und die nicht asphaltierte Teilstrecke auszubessern. So kann die Feuerwehr Klein Süstedt in der gebotenen Zeit zur Hilfeleistung anrücken. Wir sind offen für weitere Vorschläge einer sinnvollen Anbindung und würden uns über Hinweise aus der Bürgerschaft sehr freuen.

Wir wissen auch, die Zeit drängt. Daher haben wir mit unserem Antrag die Verwaltung gebeten, einen mit der Bahn abgestimmten Zeitplan für den Abriss und ggf. Neubau der Brücke vorzulegen.

Antrag: Aufmerksame Bürger haben uns darauf hingewiesen, dass sich der Radweg in Holdenstedt ausgehend vom nördlichen Kreisel bis zum Holdenstedter Hof in einem sehr schlechten Zustand befindet. Wir haben uns im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbesichtigung davon überzeugt und durften feststellen, dass der Radweg erheblich mit Grassoden zugewachsen ist, die Verbundsteine in manchen Bereichen abgesackt sind oder durch Wurzeln angehoben wurden. Eine besondere Gefahrenstelle ergibt sich aus der Wegeführung beginnend mit der Hausnummer 68 zum Parkplatz Holdenstedter Hof. Dort verläuft der Radweg nah an der viel befahrenen Straße. Zusätzlich wurden in diesem Bereich Parkbuchten für PKW errichtet, die aber zu schmal ausgelegt wurden. Parkende Fahrzeuge stehen dann zum Teil auf dem Radweg.

Dadurch entstehen gefährliche Situationen für Kinder und auch ältere Menschen. Unser Vorschlag ist daher, den Fußweg an dieser Stelle zu verbreitern, damit Fußgänger und Radfahrer diesen Bereich mit einer entsprechenden Umsicht gemeinsam passieren können.

Wir haben daher beantragt, mit Bordmitteln der Hansestadt Uelzen den Radweg vom nördlichen Kreisel bis zum Holdenstedter Hof auszubessern und den Fußweg auf Höhe des Hauses mit der Nr. 66 zu verbreitern. Sollten die Maßnahmen aus dem laufenden Betrieb der Hansestadt Uelzen nicht umgesetzt werden können, so ist vom Ortsrat der Beschluss zu fassen, dass die erforderlichen Haushaltsmittel in den Haushalt 2021 einzustellen sind.

Landwirtschaft, Landesregierung und eigentlich auch die Naturschutzverbände einigten sich auf ein

„Ja zur Artenvielfalt mit dem Niedersächsischen Weg“.

Alle haben vollmundig das vereinbarte Maßnahmenpaket zur gemeinsamen Rahmenvereinbarung in der Presseerklärung vom Juli 2020 hervorgehoben. Auch gerade ein fairer und konsensualer Umgang unter allen Partner war eine Zielvereinbarung.

Der NABU hat scheinbar eine andere Vorstellung von partnerschaftlicher Zusammenarbeit und hält weiterhin an dem Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt“ fest. Geht es dem NABU nur darum, zusätzlichen Druck auf die Politik und die Landwirtschaft auszuüben, ohne in der Sache eine vielversprechende Chance wahrzunehmen?

Wir bekennen uns als CDU zum Niedersächsischen Weg und untersützen die Initiative des Bauernverbandes Nordostniedersachsen „Volksbegehren stoppen, Niedersächsischen Weg gehen!“

Hier erfahren Sie mehr darüber

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben im Juli 2020 die Landesregierung, die Landwirtschaft und die Naturschutzverbände eine Vereinbarung über mehr Naturschutz und Artenvielfalt vorgestellt.

Ziel ist es, den drohenden Artenschwund zu stoppen und mit einem fairen Ausgleich für die Landwirtschaft Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Die breite Allianz führt in eigens eingerichteten Arbeitsgruppen (AG) konstruktive Gespräche, um die notwendigen Gesetzesänderungen zeitnah dem Landtag zur Beratung vorzulegen.

Lenkungskreis des Niedersächsischen Weges

v.l.: H. Buschmann (NABU), H. Hennies (Landvolk), A. Ebeler (BUND), Kammerdirektor H.-J. Harms, Landwirtschaftsministerin B. Otte-Kinast, A. Schulte-to Brinke (Landvolk), Umweltminister O. Lies, Kammerüpräsident G. Schwetje – (c) Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Breite Randstreifen an Gewässern

Bei der Bewirtschaftung von Feldern, die neben Gewässern verlaufen, haben die Partner vereinbart, in Abhängigkeit der Bedeutung des Gewässers, 10, 5 oder 3 Meter breite Randstreifen zu schaffen, auf denen sich ökologische Naturräume entwickeln sollen. Als Ausgleich sollen die landwirtschaftlichen Betriebe eine faire Bezahlung für die daraus resultierenden Mindererträge erhalten. In den AG wird derzeit darüber beraten, welche Ausnahmen in gewässerreichen Gebieten an Gräben und Vorflutern zugelassen werden können, damit die landwirtschaftlichen Betriebe nicht übermäßig belastet werden. Diese Ergebnisse sollen zügig ins Niedersächsische Wassergesetz einfließen.

Landesforsten und mesophiles Grünland

Nach dem Maßnahmenpapier werden die Landesforsten in besonderer Weise der Sicherung und Entwicklung des Landeswaldes als Lebensraum für wildlebende Tiere und wildwachsende Pflanzen einen Beitrag zu leisten haben. Weiterhin besteht Konsens, im Naturschutzgesetz den Schutz von weiteren wertvollen Lebensräumen (artenreiches mesophiles Grünland, artenreiches Feucht- und Nassgrünland sowie Streuobstwiesen) festzuschreiben. Zugleich werden von den AG Eckpunkte für den Schutz von Wiesenvögeln und das Aktionsprogramm Insektenschutz ausgearbeitet.

Phacelia

(c) Wolfgang Ehrecke, LWK Niedersachsen

Stimmen der Beteiligten

„Der Niedersächsische Weg ist ein ambitioniertes Projekt, das wir als Politik gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft gestalten wollen. Der Diskurs in den Arbeitsgruppen wird auf Augenhöhe, allerdings auch hart in der Sache geführt. Dennoch bleiben wir bei einem fairen Umgang miteinander. Mit dem Niedersächsischen Weg haben wir einen anerkannten Kompromiss gefunden, mit dem alle Partner zufrieden sind und der Naturschutz und Artenschutz konsequent nach vorne bringt und rechtlich und finanziell absichert.“

Umweltminister Olaf Lies

„Ich bin stolz auf unsere Vereinbarung. Der Niedersächsische Weg ist ein wichtiger Baustein für einen Gesellschaftsvertrag. Und er zeigt: Landwirte sind Teil der Lösung und erhalten dafür auch eine angemessene Entlohnung.“

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast

„Mit der Umsetzung der Vereinbarung werden wir erhebliche Verbesserungen im Naturschutz-, Wasser- und Waldgesetz erreichen. Mehr Schutz für artenreiches Grünland, ausreichend breite Schutzstreifen für unsere Gewässer und eine deutliche Reduktion von Pestiziden haben wir seit Jahren gefordert. Nun gelingt es uns, dies im Konsens mit Politik und Landwirtschaft umzusetzen. Gleichzeitig bringen wir gemeinsam mit den Partnern zusätzliche Förderprogramme in Millionenhöhe für den Schutz unserer Insekten und Wiesenbrüter auf den Weg. Das ist ein Meilenstein für den Naturschutz in Niedersachsen. Der BUND wird sich mit aller Kraft für den Erfolg der Allianz für Artenschutz einsetzen.“

BUND Vorsitzender Heiner Baumgarten

„Vor dem Hintergrund des dramatischen Artenschwundes ist es nun an der Zeit, endlich die ersten Schritte zu einer Rettung unserer Lebensgrundlagen zu gehen. Der Niedersächsische Weg bietet hierzu eine Gelegenheit, die nicht vergeben werden sollte. Auch wenn es noch ein weiter Weg von der Vereinbarung zur Umsetzung zu sein scheint, scheinen alle Akteure gewillt zu sein, den Weg zu einem Erfolg zu machen. Wichtig ist, dass wir es endlich gemeinsam schaffen, eine naturverträgliche landwirtschaftliche und forstliche Nutzung besser zu entlohnen.“

NABU-Vorsitzender Holger Buschmann

Kammerpräsident Gerhard Schwetje

(c) Wolfgang Ehrecke

„Wir haben alle entscheidenden Akteure an einem Tisch und damit die große Chance, die Vereinbarkeit von erfolgreicher Landwirtschaft und verantwortungsvollem Naturschutz langfristig auf den Weg zu bringen. Nicht nur die Gesetzesänderungen sind in einer konkreten Umsetzungsphase, sondern auch der finanzielle Ausgleich für die Betriebe, die sich künftig stärker für Artenvielfalt einsetzen.“ Mit ihrem hohen Sachverstand in der betrieblichen Beratung könne die Landwirtschaftskammer Niedersachsen dazu beitragen, Zielkonflikte zu vermeiden.

Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

„Als leistungsfähige Landwirtschaft bringen wir uns aktiv für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz ein. Deshalb haben wir den Niedersächsischen Weg gewählt. Anfangs hat die Vereinbarung bei den Landwirten durchaus Bedenken hervorgerufen. Wir können mit dem Niedersächsischen Weg aber den weiteren Prozess mitgestalten. Für uns Bauern ist es wichtig, dass die Politik zugesagt hat, zusätzliche Leistungen der Landwirte auch entsprechend zu bezahlen. Wir müssen zwischen dem Artenschutz und der als überaus relevant erkannten heimischen Lebensmittelerzeugung eine neue und gesunde Balance finden. Ich wünsche mir dazu einen breiten gesellschaftlichen Konsens.“

Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landvolk Niedersachsen

Die Arbeitsgruppen, die den Niedersächsischen Weg ausgestalten, tagen in regelmäßigen engen Abständen. Bei Fragen, die sich im Dialog in den Arbeitsgruppen nicht lösen lassen, entscheidet der Lenkungskreis. In diesem sind alle Partner, die den NDS Weg unterschrieben haben, vertreten.

Der Niedersächsische Weg ist eine in dieser Form bundesweit einmalige Vereinbarung zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Politik. Der Vertrag verpflichtet die Akteure, konkrete Maßnahmen für einen verbesserten Natur-, Arten- und Gewässerschutz umzusetzen. Unterzeichner der Vereinbarung sind Ministerpräsident Stephan Weil, Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast, Umweltminister Olaf Lies, Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landvolk Niedersachsen, Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Heiner Baumgarten, Vorsitzender des BUND Niedersachsen und Dr. Holger Buschmann, Vorsitzender des NABU Niedersachsen. Es wurde eine Agenda aus 15 Punkten vereinbart, jetzt werden in verschiedenen Expertengruppen die konkreten Maßnahmen verhandelt.


Text: Wolfgang Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Hans-Jürgen Heuer

Die niedersächsische Landesregierung sowie die Naturschutzverbände und die Landwirtschaft haben ein 14-seitiges Maßnahmenpaket vereinbart, um die großen Herausforderungen für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz gemeinsam umzusetzen. Sie vereinbaren, dass schützenswerte Kulturlandschaften im Rahmen des Schutzzweckes adäquat bewirtschaftet werden. Dafür ist es unabdingbar, ein Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie zu schaffen, um die Natur in ihrer Vielfalt und Funktionsfähigkeit auch für die nachfolgenden Generationen erhalten zu können.

Hier finden Sie das Maßnahmenpaket im Detail (pdf)

Der Rat der Hansestadt Uelzen beschloss im Juni 2020 die Fläche des Bestattungswaldes Fischerhof um 3,2 ha zu erweitern. Bisher erstreckte sich diese Fläche auf 1,6 ha. Mit der Erweiterung werden zusätzliche 140 Bäume für Urnenbeisetzungen zur Verfügung stehen.

Seit der Beschlussfassung und Widmung einer städtischen Bestattungswaldfläche im Mai 2015 findet diese Form der Bestattung in der Bevölkerung einen sehr großen Zuspruch. Schon nach fünf Jahren sind nur noch wenige freie Bestattungsplätze verfügbar.

Bei aller Freude über den sehr hohen Zuspruch in der Bevölkerung haben wir als Vertreter der CDU im Rat die gesamte Entwicklung sehr kritisch begleitet. Schon mit den ersten Ideen zur Widmung einer Waldbestattungsfläche haben wir mahnend darauf hingewiesen, die neue Form der Waldbestattung unter Bäumen wird dazu führen, dass die traditionellen Bestattungen auf den Friedhöfen rückläufig sein werden. Und das wird sich auf die Bewirtschaftung der Friedhöfe und somit auf das Preisgefüge auswirken.

Die Mehrheit der Ratsmitglieder im Stadtrat haben sich über die vorgetragenen Bedenken hinweggesetzt und den Beschluss gefasst, eine städtische Waldfläche für Bestattungen zu widmen. Wir konnten bewirken, dass in Ergänzung zur Ausweisung einer Waldbestattungsfläche durch umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen auf den städtischen Friedhöfen in Holdenstedt, Klein Süstedt und Westerweyhe die Attraktivität und Aufenthaltsqualität erhöht und verbessert wird. Auch wird es neben der traditionellen Form eine Vielzahl an individuellen Angeboten von Bestattungen geben. Wie zum Beispiel die Beisetzung in einer Heidelandschaft, Blumenlandschaft, Grabfelder entlang von Stelen, unter Bäumen oder auf einer Rasenfläche.

Näheres zu den Friedhofskonzepten ist hier einzusehen.

Außerdem konnten wir erreichen, dass die Friedhöfe, die sich in der Trägerschaft der Hansestadt Uelzen befinden, mit der neugefassten Gebührensatzung einen einheitlichen Verbund bilden. Rechtlich ist es somit zulässig, die derzeit generierten Mehreinnahmen bei der Waldbestattung mit möglichen Mindereinnahmen bei den traditionellen städtischen Friedhöfen zu verrechnen.

Wir müssen aber auch die weiteren Friedhöfe im Stadtgebiet im Blick behalten. Diese Friedhöfe befinden sich in der Trägerschaft der Ev.-lutherischen oder anderer kirchlichen Gemeinden. Auch wenn die Träger sich bemühen, die Bewirtschaftung und Umgestaltung der Friedhöfe kostengünstig zu gestalten, werden sie es schwer haben, dem derzeitigen Trend der Waldbestattung entgegenzuwirken – die Bestattungskosten auf den ursprünglichen Friedhöfen werden also spürbar steigen.

Um über die gestalterischen Maßnahmen hinaus, noch einen weiteren Ausgleich zu erwirken, haben wir uns dafür eingesetzt, die Bestattungskosten für die Urnenbeisetzung im Wald am obersten Preisgefüge auszurichten. Die Mehrheit hat aber auch da anders entschieden.

Bei der Beschlussfassung zur Erweiterung der Bestattungswaldfläche hat unser Obmann im Ausschuss, Ratsherr Hans-Jürgen Heuer, den Werdegang der Waldbestattung gegenüber den Ratsvertretern sehr kritisch ins Gedächtnis gerufen. Er gab zu bedenken, dass die Erweiterung des Bestattungswaldes nicht von allen Bürgern und schon gar nicht durch die kirchliche Friedhofsverwaltung mitgetragen wird.

Nun haben und betreiben wir seit einigen Jahren einen Bestattungswald am Fischerhof. Er wird sehr gut angenommen und in absehbarer Zeit werden keine freien Plätze mehr zur Verfügung stehen. Deshalb ist es wichtig, neue Kapazitäten für eine Bestattung zu erschließen.

Wir von der CDU werden der Erweiterung und Widmung neuer Flächen und somit auch der Satzungsänderung zustimmen. Denn trotz aller Einwände können wir es uns nicht leisten, eine Bestattungswaldfläche in kürzester Zeit zu belegen und dann bis zum Widmungsende die anfallenden Kosten zu tragen, ohne dass über weitere Bestattungen eine Gegenfinanzierung erfolgt.

Leider hat der Vertreter der Allgemeinen Zeitung Uelzen, welcher an der Ratssitzung teilnahm, diesen Beitrag nicht veröffentlicht. Und so wurde nur sehr einseitig ein Meinungsbild zum Sitzungsverlauf in der AZ wiedergegeben.

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Bestattungsbaum

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Blick von der Brücke auf den Teich

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Brücke verbindet die Bestattungsfelder

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Bestattungsbäume

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Blick vom Platz der Andacht

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Platz der Andacht

Text und Bilder: Hans-Jürgen Heuer

Am 30. Juni 2020 berichtete die Verwaltung der Hansestadt Uelzen im Ausschuss für Bauen, Infrastruktur, Umwelt- und Klimaschutz über umgesetzte Maßnahmen auf städtischen Flächen, um dem Insektensterben entgegen zu wirken. Thema war auch das von der Verwaltung an alle Haushalte verteilte Faltblatt „Fühler ausstrecken“ und die vorgesehenen Informationsveranstaltungen an Grundschulen und für Erwachsene. Auf diese Weise soll die Sensibilität in der Bevölkerung für mehr Insektenschutz geweckt werden.

Auch wir als Vertreter der Christlich Demokratischen Volkpartei sehen in dem städtischen Beitrag einen sehr wichtigen gesellschaftlichen Auftrag, damit die Insektenpopulation stabilisiert wird oder gar zunimmt. Mit dem Niedersächsischen Weg – Ja zur Artenvielfalt – wurde ein gesellschaftlicher Konsens zwischen der Landwirtschaft, den Naturschutzverbänden und der Politik beschlossen. Diesen Weg wollen wir als Vertreter der bürgerlichen Mitte ebenfalls mitgehen.

Die von der Verwaltung erstmalig im Jahr 2020 umgesetzten Maßnahmen sehen wir sehr positiv. Wer also mit offenen Augen durch die Stadt geht oder mit dem Fahrrad fährt, wird sehen, dass sich unsere öffentlichen Grünflächen verändert haben. Gerade in den Ilmenauwiesen wurden sogenannte Oasen für Insekten geschaffen. Der Bewuchs auf diesen Flächen wird nicht wie in den vergangenen Jahren kurzrasig heruntergeschnitten. Damit erhalten die Insekten auf diesen Flächen einen optimierten Lebensraum. Was von vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht bedacht wird – im Winter können die Insekten zwischen oder auch in den Halmen überleben. Insektenschutz ist also mehr als nur die Herrichtung blühender Flächen.

Zugleich wollen wir bei der Umsetzung das Maßnahmenkonzept der Stadtverwaltung und die Meinungsbildung anderer politischer Gruppen kritisch begleiten. Aus unserer Sicht gehört auch dazu, dass die fachlichen und wissenschaftlichen Inhalte einer Prüfung standhalten und im weiteren Sinne dann korrekt vermittelt werden. Die Ausrichtung der Wissensvermittlung darf bei der Umsetzung nicht einseitig vom NABU oder BUND erfolgen. Es bedarf einer Kooperation zwischen den Naturschutz-verbänden, der Landwirtschaft (ob konventionell oder ökologisch), den Gartenbaubetrieben in der Stadt, den Vertretern des Landvolkes und der Fachbehörde der Landwirtschaft. Ebenso sind Vertreter aus der Politik und Bürgerschaft einzubinden.

Im Rahmen der Ausschusssitzung wollten wir wissen, ob seitens der Stadtverwaltung eine wissenschaftliche Begleitung vorgesehen ist. Dies wurde von der Stadtverwaltung verneint. Das wiederum hat uns veranlasst, fachliche Unzulänglichkeiten offen zu legen. So haben wir darauf hingewiesen, dass durch die Herrichtung von sogenannten Blüh- oder Bienenwiesen ein Eingriff in das bestehende Ökosystem erfolgt. Dabei wird der Lebensraum, der bisher auf diesen Flächen siedelnden Insekten und Kleinstlebewesen zerstört. Wir fragen uns, wie negativ sich die Zerstörung für das bestehende Ökosystem auswirkt und ob der Eingriff durch die Schaffung von Blühflächen wieder kompensiert werden kann? Um Beantwortung durch die Verwaltung wurde gebeten.

Zugleich sehen wir es sehr positiv, die Bürgerschaft über das Faltblatt „Fühler ausstrecken“ zu sensibilisieren. Das Faltblatt wurde von der Verwaltung erstellt. Aber dem fachkundigen Leser fällt sofort auf, dass die Inhalte einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhalten. So wird in dem Faltblatt die Frage aufgeworfen, wie viele tote Insekten man in den letzten Jahren an der Windschutzscheibe des Autos bemerkt habe? Die Antwort darauf kann nur lauten, deutlich weniger! Allerdings – kann die Windschutzscheibe ein wissenschaftlicher Maßstab sein, um die Insektenpopulation zu messen? Die Autoindustrie hat in den letzten Jahren einen sehr hohen Aufwand betrieben, um den Windwiderstand auf ein Minimum zu senken. Und dadurch wird die anströmende Luft und mit ihr die Insekten aerodynamisch am Auto vorbeigeleitet.

An einer weiteren Stelle wird gefragt, was Insekten tun? Die Antwort in dem Faltblatt lautet: Insekten fördern am und im Boden den Nährstoffkreislauf und die Bildung von fruchtbarer Erde (Humus). Soll der Leser daraus schließen, fruchtbare Erde ist gleich Humus?

Landwirte lernen in der Ausbildung: Humus ist die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz. Eine hohe Bodenfruchtbarkeit wird aber durch sehr komplexe Vorgänge im Boden erreicht. So ist ein ausgeglichenes Porenvolumen von Bedeutung, damit Luft und Wasser ausgetauscht werden können. Die Bodenorganismen, wie auch der Humus, freie Nährstoffe und physikalische, chemische sowie biologische Prozesse schaffen gemeinsam einen fruchtbaren Boden. Allein Humus ist also nicht gleich fruchtbare Erde.

An einer dritten Stelle wird in dem Faltblatt auf die Frage, was ich tun kann, die Antwort gegeben, vermeiden sie den Einsatz von künstlichen Düngern!

Aber was ist eigentlich künstlicher Dünger? Zum Thema Pflanzenernährung wird gelehrt, dass ein optimales Pflanzenwachstum nur dann möglich ist, wenn den Pflanzen ausreichend Nährsalze angeboten werden. Das kann entweder über einen mineralischen oder organische Dünger, wie etwa Gülle, Mist oder im begrenzten Umfang auch mit Kompost erfolgen. Künstlich ist dabei aber nichts.

In unserer kritischen Begleitung des Themas werden wir weiterhin eine wissenschaftlich fundierte Informationsverbreitung einfordern.

Text: Hans-Jürgen Heuer

Abfahrten

Am Rathaus in Uelzen: jeweils um die halbe Stunde

Gasthaus Hillmann in Holdenstedt: jeweils immer zur 54. Minute der vollen Stunde

Schule Holdenstedt in Richtung Uelzen: jeweils immer zur 55. Minute der vollen Stunde

Lindenallee Holdenstedt in Richtung Uelzen: jeweils immer zur 57. Minute der vollen Stunde